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Reithosen – Sitz, Grip und Bewegungsfreiheit für jeden Ritt

Reithosen sind keine Mode­frage, sie sind dein direkter Draht zum Pferd. Sitz, Besatz und Material entscheiden, ob du sicher im Sattel sitzt oder kämpfst.Bei uns findest du Varianten für Alltag, Turnier und Arbeit — von klassischen Vollbesatz-Hosen bis zu robusten Freizeitmodellen.

Vollbesatz-Reithose (Ganzbesatz) aus Mikrofaser, laid flat

Gute Reithosen verbinden Elastizität, Grip und Tragekomfort, ohne den Bewegungsablauf zu stören.

Funktionsweise & Aufbau

Eine Reithose ist mehr als nur eine Hose: Sie kombiniert Bundform, Beinlänge und Besatz, um Stabilität im Sattel zu geben. Entscheidend ist, wo der Besatz sitzt — Kniebesatz stützt bei Springen und Vielseitigkeit, Vollbesatz (Ganzbesatz) sorgt für maximalen Kontakt bei Dressur oder langen Ausritten.

Der Aufbau umfasst meist einen elastischen Bund oder Taillenabschluß, verstärkte Nähte an belasteten Stellen und unterschiedliche Besatzmaterialien wie Leder, Kunstleder oder Silikon. Besonders wichtig sind flache Nähte im Schritt und dehnbare Einsätze an Hüfte und Schritt für uneingeschränkte Bewegungsfreiheit.

Materialeigenschaften

Moderne Reithosen bestehen aus Mischgeweben: Polyamid oder Polyester für Abriebfestigkeit, Elastan für Rücksprung und Passform, Mikrofaser für ein angenehmes Hautgefühl. Vollbesatz-Materialien variieren von echtem Leder bis zu Silikon- oder Gummigrip. Leder ist atmungsaktiv und formstabil, Silikon bietet gleichmäßigen Grip, ohne bei Nässe stark zu rutschen.

Wetterfeste Varianten nutzen beschichtete Stoffe oder Softshell-Elemente an Oberschenkeln und Gesäß. Diese halten Wind und leichten Regen ab, bleiben aber elastisch. Achte auf Materialdichte und Fadenqualität — sie bestimmen Dehnbarkeit, Haltbarkeit und Pflegeaufwand.

Wasserdichter Beinschutz mit getapten Nähten und Klettverschluss

Vorteile & Nutzen

Die richtige Reithose erhöht deine Kontrolle und reduziert Verrutschen im Sattel. Vollbesatz verbessert den direkten Kontakt zum Pferd, Kniebesatz lässt mehr Bewegungsfreiheit für die Schenkelarbeit. Elastische Einsätze verhindern Faltenbildung und Druckstellen, vor allem bei dynamischen Manövern.

Außerdem schützen Reithosen vor Scheuern durch Sattel oder Sattelgurte und tragen zur Thermoregulation bei: Leichte Baumwollmischungen kühlen, dicht gewebte Funktionsstoffe isolieren besser. Praktische Details wie Reißverschlusstaschen oder Gürtelschlaufen runden den Nutzen im Alltag ab.

Auswahl

Wähle die Reithose nach Einsatz: Turnierhosen sind oft eleganter, in klassischer Farbgebung und mit dezentem Besatz; Trainings- oder Alltagsmodelle setzen auf Komfort und Robustheit. Für Dressur empfiehlt sich Vollbesatz oder Silikon-Vollbesatz, Springreiter greifen häufig zu Kniebesatz-Varianten.

Passform ist das A und O — probier verschiedene Bundhöhen (normal, High Waist), Beinlängen und Größen. Marken wie Pikeur gelten als hochwertig in Material und Schnitt, QHP bietet vielfach gute Preis-Leistung. Entscheidend bleibt jedoch die persönliche Sitzempfindung und die Kompatibilität mit deinen Stiefeln oder Chaps.

Einbau & Eintragung

„Einbau“ heißt hier: Anpassen. Eine Reithose sollte weder in der Taille reiben noch am Knie einschnüren. Lasse die Länge prüfen — zu lange Hosen stören beim Reiten, zu kurze können in Stiefeln hochrutschen. Kleine Änderungen lassen sich oft einfach nähen: Beinabschluss kürzen, Bund justieren oder Gummizug einsetzen.

Für Turniere beachte die Prüfungsordnung: Farben und Besatz dürfen vorgeschrieben sein. Weiß oder beige sind in vielen Dressur- und Springprüfungen Standard; auffällige Muster können disqualifizieren. Prüfe also vor dem Start, ob deine Reithose regelkonform ist.

Pflege & Haltbarkeit

Waschen nach Herstellerangaben verlängert die Lebensdauer: Reithosen mit Silikongriff immer auf Links waschen und auf Weichspüler verzichten, sonst leidet der Grip. Schonwaschgang bis 30–40 °C, keine Bleichmittel, low heat beim Trocknen oder besser lufttrocknen. Lederbesätze brauchen separaten Pflegeeinsatz mit Lederfett oder Conditioner.

Regelmäßig Nähte prüfen und kleine Löcher sofort reparieren. Beschichtete Stoffe verlieren bei Abrieb ihre Schutzwirkung — bei starker Beanspruchung sind Ersatzteile oder ein neuer Schnitt sinnvoller als ständiges Flickwerk.

Qualitätsmerkmale

Auf Verarbeitung achten: Doppelt genähte Nähte an Schritt und Bund, verstärkte Knie- bzw. Innenbeinpartien und sauber eingearbeitete Elastikzonen sind Indikatoren für Langlebigkeit. Hochwertige Besätze liegen plan auf, ohne Falten oder losen Rand. Der Grip sollte gleichmäßig sein, nicht punktuell abblättern.

Marken-unterschiede sind sichtbar: Pikeur verfolgt eine eher premiumorientierte Linie mit präziser Passform und langlebigen Materialien; QHP punktet oft mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und praxisnahen Details. Letztlich zählt, wie die Hose für dich sitzt und welche Funktionen du wirklich brauchst.

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Häufige Fragen

Welche Reithose ist besser: Kniebesatz oder Vollbesatz?
Das hängt vom Einsatz ab. Vollbesatz gibt maximalen Kontakt und ist beliebt bei Dressurreitern. Kniebesatz bietet mehr Bewegungsfreiheit und ist praktisch für Spring- und Freizeitreiter.
Wie finde ich die richtige Größe?
Miss Taille, Hüfte und Innenbeinlänge und vergleiche mit der Größentabelle der Marke. Probiere die Hose am besten mit deinen Reitstiefeln an, um Sitz und Beinabschluss zu prüfen.
Wie pflege ich Reithosen mit Silikonbesatz?
Auf Links waschen, kein Weichspüler, niedrige Temperatur. Nicht heiß trocknen, besser lufttrocknen. So bleibt der Grip erhalten.
Sind Reithosen für Turniere vorgeschrieben?
Ja, viele Prüfungen haben Dresscodes (Farben, Stil). Informiere dich vorab in den jeweiligen Prüfungsbestimmungen, besonders bei Dressur- und offiziellen Veranstaltungen.
Wann sollte ich meine Reithose ersetzen?
Wenn Nähte offen sind, der Besatz stark abgenutzt oder der Sitz verloren gegangen ist. Eine Hose, die nicht mehr korrekt sitzt, beeinträchtigt deine Hilfengebung und den Komfort.